Parken und Parkgebühren in Kroatien

Parken im Kroatien-Urlaub

Wer kennt das nicht? Gut gelaunt geht es mit dem Auto zum Ausflug in die nächste größere Stadt. Die einen wollen shoppen, die anderen Kultur und historische Gebäude – ein toller Tag für alle. Aber wo lässt man das Auto und wie kann man die anfallenden Parkgebühren zahlen?

parken parkgebühren kroatien zahlenDie alten und meist engen Orte und Städte sind typisch für Kroatien und haben einen ganz besonderen Charme. Zu deren Entstehung hat noch keiner daran gedacht, dass heute einmal unzählige Gäste hier die schönste Zeit des Jahres verbringen werden.

Auch konnte sich damals noch niemand vorstellen, dass einmal mehr als die Hälfte aller Gäste mit dem Auto anreisen werden. Vielerorts sind die nahegelegenen Parkbereiche klein und größere, neu angelegte Parkplätze befinden sich etwas außerhalb. Aber eines haben fast alle gemeinsam: sie sind kostenpflichtig.

 

Parkzonen

Die Parkplätze sind in verschiedene Zonen eingeteilt, zur Zone 1 gehören die Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Stadt-Zentren oder Sehenswürdigkeiten. Zur Zone 2 gehören alle Bereiche, die zwar zentral aber nicht unmittelbar an „Hot-Spots“ liegen. Je höher also die Ziffer wird, desto weiter entfernt befindet sich ein Parkplatz. In manchen Städten wie Zadar, Split oder Dubrovnik gibt es in der Hauptsaison Pendelbusse, die Gäste von weiter entfernten Parkmöglichkeiten in das Stadtzentrum bringen.

Die Parkgebühren unterscheiden sich nicht nur nach Saison, Orten/Städten sondern auch nach der  Entfernung zum Zentrum oder einer Sehenswürdigkeit. Rechnen sollte man mit mindestens 6 Kuna pro angefangener Stunde oder 48 Kuna für ein Tagesticket (je nach Saison). Aber wie kann man nun die Parkgebühren bezahlen?

Große, extra angelegte Parkflächen verfügen, wie man es auch aus dem Heimatland kennt, über Schranken und Parktickets mit Magnetstreifen. Einige Parkplätze haben Kassenhäuschen, wo ein Mitarbeiter die Karte ausliest und mit Bargeld (Kuna! Siehe auch „Geldwechseln im Urlaub“) gezahlt werden kann. Viele dieser Plätze verfügen auch über moderne Automaten, wo die Karte „entwertet“ und bezahlt werden kann. Auf manchen Karten ist auch das Kennzeichen (wird bei Einfahrt über eine Kamera gescannt) aufgedruckt, diese Karten gelten gleichzeitig als Quittung. Bei der Ausfahrt wird dann nur noch das Kennzeichen eingelesen und die Schranke öffnet sich, wenn die Gebühren bezahlt wurden.

Was aber, wenn es sich um Parkplätze handelt, an denen man nur die Möglichkeit hat, am Automaten ein Ticket für eine Stunde zu ziehen oder per SMS-Pay zu zahlen? Wer ein Ticket zieht, muss dieses gut sichtbar in der Frontscheibe platzieren. Meist ist dieses ticket nur für 1 oder 2 Stunden zu lösen, wer länger bleibt, muss zum Auto zurück und „nachwerfen“ – ein neues Ticket ziehen. Die Kontrollen sind streng und der Abschleppwagen schnell – es lohnt sich also, sich an die bezahlte Parkzeit zu halten.

Parkgebühren per SMS oder App zahlen

Leichter ist das, wenn man die Parkgebühren über das Handy bezahlt. Zunächst sei gesagt, direkt per SMS können nur Nutzer einer kroatischen SIM-Karte zahlen. An den Parkplätzen / Parkbuchten sind Schilder mit einer 6-stelligen Kurzwahl-Nummer aufgestellt. Dort hin schickt man eine SMS mit seinem KFZ-Kennzeichen. Eine Bestätigung kommt umgehend per SMS und der Betrag wird vom Handy-Guthaben abgezogen oder über die Handy-Rechnung eingezogen. Nach einer Stunde kommt eine automatische Erinnerung, ob man weitere Parkzeit benötigt. So kann man schnell und unkompliziert weitere Parkzeit buchen.

 

So geht´s per App

paydo parkgebühren per app bezahlen kroatienWenn man keine kroatische Handy-Karte nutzt, muss man aber nicht auf diesen Vorteil verzichten! Zwar ist eine SMS-Zahlung nicht möglich, aber mit einer App geht die Zahlung ebenso leicht und bequem. Bewährt hat sich zum Beispiel die App PAYDO. Sie ist für Android und IOS erhältlich.

Einmal aus dem App-Store / Play-Store runter geladen, ist sie schnell einsatzfähig. Im Hauptmenü wählt man zwischen On-Street-Parking und Off-Street-Parking. Letzteres beinhaltet aber nur Parken am Airport Dubrovnik, der Messe in Zagreb und Cavtat.

Bei der Auswahl On-Street-Parking bekommt man sofort eine Übersicht aller teilnehmenden Städte angezeigt. Jetzt ist es ganz einfach: Stadt auswählen, gewünschtes Ticket (Stunden- oder Tagesticket, Wochen- oder Monatsparkschein - ideal auch für Chartergäste, denen Marina-Parkplätze zu teuer sind) auswählen, KFZ-Kennzeichen eingeben, Parkzone auswählen, Zeit (z.B. Anzahl Stunden) auswählen. Die App zeigt nun eine Landkarte (perfekt wenn man später auf unbekannten Wegen zum Auto zurück finden muss!) mit genauer Position an, den gewählten Zeitraum und Preis sowie die Auswahl der Zahlungsart. Auch lassen sich die Infos zum Parkplatz mit Adresse und Kontaktdaten des verantwortlichen Betreibers abrufen.

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Zur Zahlung kann man entweder eine Kreditkarte in der App speichern oder vorab ein Guthaben bei paydo hinterlegen. Wie auch beim SMS-Parking, erinnert die App an das Ablaufen der bezahlten Parkzeit. Du bleibst länger? Einfach Ticket um die gewünschte Zeit verlängern! Natürlich kann man sich auch unter dem Menüpunkt „Einkäufe“ alle gekauften Tickets anzeigen lassen, wenn man sich nicht sicher ist, wie lang die Parkzeit bezahlt wurde.

Und noch einen Vorteil bietet die App: wenn man vergessen hat, seine Parkzeit zu verlängern oder ein „Knöllchen“ kassiert hat, kann auch das mit der App bezahlt werden! Auf dem Zahlschein ist ein Barcode aufgedruckt, der über die App gescannt werden kann. Über die eingelesenen Daten erfolgt die Zahlung. Übrigens: Wenn ein Zahlschein an der Windschutzscheibe steckt, ist das nicht wie in Deutschland ein Strafzettel sondern eine Zahlungsaufforderung über den Tagespreis für die Parkzone, in der Ihr Fahrzeug ohne gültiges Parkticket steht!

Wer dieses Ticket schnell (innerhalb von 48 Stunden) zahlt, bekommt dafür noch einen gewissen Teil vom Betrag erlassen! Es lohnt sich also, wenn man ein solches Ticket direkt über die App, bar bei einer Postfiliale oder Bank oder gleich beim Parkplatzbetreiber bezahlt!

Paydo ist derzeit für folgende Orte und Städte verfügbar: Biograd, Bjelovar, Crikvenica, Cakovec, Donji Miholjac, Dubrovnik,  Dakovo, Durdevac, Hvar, Jastrebarsko, Karlovac, Kastela, Koprivnica, Korcula, Ludbreg, Makarska, Marija Bistrica, Murter, Novi Vinidolski, Ogulin, Omis, Opatija, Orebic, Osijek, Podstrana, Porec, Pozega, Pula, Rab, Rijeka, Rovinj, Samobor, Sisak, Slano, Slavonski Brod, Solin, Split, Ston, Sibenik, Tisno, Trogir, Varazdin, Velika Gorica, Vinkovci, Virovitica, Vodice, Vodnjan, Vukovar, Zadar und Zagreb. Weitere Städte sollen dazu kommen.

Auch wenn in der Hauptsaison viel los ist, man sollte sich an die gültigen Verkehrsregeln halten. Wer im Halte-/Parkverbot steht, muss damit rechnen, dass sein Auto recht schnell abgeschleppt wird. Hängt das Fahrzeug einmal am Haken, hilft auch kein Betteln oder guter Wille mehr. Die Abschlepp-Unternehmer sind angewiesen, Falschparker umgehend weg zu schleppen um einen reibungslosen Verkehrsfluss in den engen Orten und Städten zu gewährleisten.

Apps wie paydo und einige andere erleichtern das Zahlen der Gebühren, sind einfach und übersichtlich und helfen auch, den richtigen Parkplatz wieder zu finden!

 

Bilder: Kornati Charter, pixabay Bootfahren