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Geld wechseln für den Kroatien-Urlaub

Wer nach Kroatien fährt, braucht zum Bezahlen den Kuna. Der Kuna ist die offizielle Währung in Kroatien. Auch wenn Kroatien seit 2013 Mitglied der EU ist, so hat es seine eigene Währung behalten.

Oft stellt sich die Frage, wo tausche ich für meinen Kroatien-Urlaub Geld? Und wie bezahle ich vor Ort meine Mautgebühren, wenn ich nicht vorher Geld getauscht habe? Hier gibt es alle Informationen zum Geldwechseln in Kroatien.

Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Euro in Kuna zu tauschen. Der Kurs ist sehr stabil und liegt derzeit bei 7,4 (7/2018). Die schlechteste Möglichkeit ist es, sein Geld in der Heimat zu tauschen. Dort wird man immer den schlechtesten Kurs bekommen. Geschuldet ist das dem Ankauf der Fremdwährung und den daraus resultierenden Gebühren. Wer also in Deutschland oder Österreich bei der Bank Euro in Kuna tauscht, bezahlt also auch die Bemühungen der Bank mit.

In Kroatien gibt es folgende Möglichkeiten, den Euro in Kuna zu tauschen:

Wer Bargeld mitbringt, kann dies bei Wechselstuben, Banken oder Postämtern tauschen. Einige Kioske (Tisak) bieten auch einen Wechselservice an. Wechselstuben tauschen ebenfalls bei den Banken, um im nächsten Schritt die Euros der Urlauber in Kuna zu tauschen. Dass sie das nicht unentgeltlich machen, dürfte auch selbstverständlich sein. Entweder weisen die Wechselstuben dafür eine Gebühr aus oder sie bieten den Kuna zu einem schlechteren Kurs an. Zwar hört sich der angebotene Wechselkurs oft sehr gut an, bezahlt man aber danach die Gebühren würden Wechsel, ist der Kurs entsprechend schlecht.

Bei Banken und Postämtern kann selbstverständlich auch Geld gewechselt werden. Die Gebühren sind meist geringer als in den Wechselstuben oder Kiosken. Eine Tabelle mit dem aktuellen Wechselkurs hängt in allen Filialen aus. Einige Banken berechnen Bearbeitungsgebühren auf den Wechselvorgang.

Die günstigste Alternative für den Umtausch ist der Geldautomat (ATM). Hier kann man mit seiner EC- oder Kreditkarte bei richtiger Bedienung Geld zum Interbankenkurs vom heimischen Konto abheben. Also zu dem Kurs, mit dem die Haus-Bank mit der Bank, die den Geldautomaten betreibt, abrechnet. Dabei kommt es darauf an, dass man die richtigen Bedingungen auswählt. Wenn man den gewünschten Betrag ausgewählt hat, erfolgt die Abfrage, ob man einen garantierten Wechselkurs annehmen möchte. Diese Frage muss immer mit NEIN beantwortet werden. In diesem Fall ist der Wechselkurs bei einigen Automatenbetreibern oft zwischen 6,7 oder 7,0 angegeben. Also ein deutlich schlechterer Kurs. Das liegt daran, dass eine Betreibergesellschaft zwischengeschaltet ist, die zwar einen Kurs garantiert aber von der Differenz zwischen dem Interbankenkurs und dem angegebenen Kurs lebt. Einige Automaten-Menüs fragen auch, ob die Umrechnung per Kuna oder Euro erfolgen soll. Gleiches System mit anderer Formulierung. In dem Fall immer KUNA auswählen.

Das gilt natürlich auch bei Bezahlung mit der EC- oder Kreditkarte. Vor Eingabe der PIN zur Zahlung fragen die meisten Karten-Geräte bei ausländischen Karten, in welcher Währung abgerechnet werden soll, in dem Fall immer in KUNA. Vor dem Einsatz der EC- oder Kreditkarte sollte man jedoch mit der Hausbank klären, ob und welche Gebühren für den Einsatz der Karte im Ausland anfallen. Einige Banken berechnen bis zu 10 Euro pro Transaktion, bei größeren Beträgen oft noch mehr. Wer sein Konto bei einer solchen Bank hat, sollte sich um eine „Reise-Kreditkarte“ bemühen. Es gibt einige Anbieter, die solche Karten ohne Gebühren für den Einsatz im Ausland anbieten. Wer auf „Nummer sicher“ gehen möchte, kann sich auch eine sogenannte „Prepaid-Kreditkarte“ besorgen. Diese kann vor dem Urlaub mit einem gewissen Betrag aufgeladen werden und nur dieser Betrag kann auch verwendet werden, es gibt keine Überziehungsmöglichkeiten. Sollte der aufgeladene Betrag nicht reichen, kann man auch weiteres Geld von seinem Konto auf diese Karte überweisen.

Bei Wechselangeboten von Einzelpersonen, z.B. auf Märkten, sollte man eher vorsichtig sein und einmal mehr hinschauen. Manchmal wird mit guten oder sehr guten Umrechnungskursen gelockt, es können sich aber falsche Scheine unter dem gewechselten Geld befinden. Diese als Urlauber aber zu erkennen ist meist nur schwer möglich.

Wenn also die eigene Hausbank keine hohen Gebühren für den Einsatz der Karte im Ausland berechnet, ist die Abhebung von Kuna am Geldautomaten die günstigste Lösung.

Da der Kuna das offizielle Zahlungsmittel in Kroatien ist, steht streng genommen die Annahme von Euro als Fremdwährung unter Strafe (Ausgenommen Banken, Wechselstuben, etc.). Eine Ausnahme bilden die Maut-Stationen auf der Autobahn. Hier kann mit Euro bezahlt werden, das Wechselgeld bekommt man dann in Kuna zurück. In Supermärkten, an Tankstellen und anderen Geschäften ist im Allgemeinen keine Zahlung in Euro möglich. Selbst die Zahlung von kleinen Beträgen mit der Karte ist in Kroatien gängig und kein Problem.

Wer Urlaub auf einer der vielen kroatischen Inseln oder einen Ausflug dorthin macht, sollte immer Bargeld dabei haben. Oft funktioniert die Kartenzahlung dort nicht, weil die Internetanbindung schlecht ist. Insofern bleibt nur die Barzahlung. Wer die hier aufgeführten Punkte berücksichtigt, kann sicher einige Kuna beim Bezahlen sparen und erlebt nach dem Urlaub keine bösen Überraschungen bei der Belastung des Kontos mit zusätzlichen Gebühren.

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